Sie möchten einen Kran bedienen und brauchen dafür einen Kranschein? Sie erhalten ihn nach einer Grundschulung mit Prüfung in Theorie und Praxis. Wichtig ist die richtige Kranart: Von ihr hängen die Kosten für den Kranschein und die Dauer der Schulung ab. Außerdem gilt der Kranschein nur für die Kranarten, auf denen Sie geschult wurden.

Bei der Köln-Bonner Akademie in Hürth bei Köln dauert die Grundschulung je nach Kranart eineinhalb bis drei Tage. Hier erfahren Sie, woraus sich die Kosten für den Kranschein zusammensetzen und wie lange die Ausbildung dauert. Außerdem lesen Sie, welche Voraussetzungen gelten und warum die jährliche Unterweisung dazugehört.

Teilnehmer bedient einen Brückenkran per Funksteuerung unter Anleitung eines Ausbilders in einer Industriehalle.

Wann Sie einen Kranschein brauchen

Der Kranschein heißt „Befähigung zum Führen von Kranen“. Offiziell ist er ein Befähigungsnachweis: Er zeigt, dass Sie einen Kran sicher bedienen können. Einen staatlichen Führerschein für Krane gibt es nicht.

Wer einen Kran mit Motor selbstständig bedient, muss dafür ausgebildet sein und das nachweisen können. Das gilt für den Hallenkran im Betrieb genauso wie für den Ladekran auf dem Lkw. Nur für Krane, die von Hand bewegt werden, gilt diese Pflicht nicht. Allerdings wird auch für diese Kranart eine Unterweisung benötigt.

Der Kranschein ist dafür der übliche Nachweis. Ohne Ausbildung und Nachweis darf Ihr Arbeitgeber Sie nicht als Kranführer einsetzen.

Welche Voraussetzungen nach DGUV Vorschrift 52 gelten

Die DGUV Vorschrift 52 ist die Regel der gesetzlichen Unfallversicherung für Krane. Danach müssen Kranführer diese Voraussetzungen erfüllen:

Mindestalter von 18 Jahren.

Körperliche und geistige Eignung.

Ausbildung mit Nachweis, zum Beispiel dem Kranschein.

Zuverlässigkeit bei der Arbeit.

Jüngere Auszubildende dürfen nur unter ständiger Aufsicht einer erfahrenen Person üben. Für die Grundschulung bei uns brauchen Sie außerdem Grundkenntnisse in Deutsch, mündlich und schriftlich.

Der Kranschein allein reicht aber nicht aus. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen den Kran in Ihrem Betrieb erklären und Ihnen die Arbeit daran ausdrücklich übertragen. Das nennt man Einweisung und Beauftragung. Nur bei manchen Kranen muss die Beauftragung schriftlich sein. Bitten Sie trotzdem immer um eine schriftliche Beauftragung.

Was beim Ladekran anders ist als beim Hallenkran

Bediener mit Funksteuerung neben einem Lkw-Ladekran mit ausgefahrenen Stützen auf einem Betriebshof.

KI-generiertes Symbolbild.

Die DGUV Vorschrift 52 gilt für beide Kranarten. Es gibt aber wichtige Unterschiede bei der Beauftragung und bei den Gefahren im Einsatz.

Ein Hallenkran, zum Beispiel ein Brückenkran, fährt unter der Hallendecke auf Schienen. Sie bedienen ihn meist vom Boden aus, mit einem Steuergerät am Kabel oder per Funk. Typische Gefahren sind pendelnde Lasten und Menschen, die unter der Last stehen.

Ein Ladekran ist fest auf einem Lkw eingebaut und wechselt ständig den Einsatzort. Deshalb muss Ihr Arbeitgeber Sie für den Ladekran schriftlich beauftragen. Vor jedem Einsatz prüfen Sie, ob der Boden trägt. Dann stützen Sie das Fahrzeug sicher ab und halten Abstand zu Stromleitungen.

Beispiel: Sie bedienen im Lager einen Brückenkran und sollen künftig auch den Ladekran auf dem Lkw bedienen. Ihr Kranschein gilt bisher nur für den Brückenkran. Für den Ladekran brauchen Sie deshalb in der Regel eine eigene Ladekran-Qualifizierung und eine schriftliche Beauftragung.

So läuft die Kran-Grundschulung ab

Sie lernen, wie ein Kran aufgebaut ist und wie Sie ihn vor dem Einsatz kontrollieren. Außerdem lernen Sie, Lasten sicher zu heben und abzusetzen. Die Schulung besteht aus Theorie und Praxis. Am Ende legen Sie eine theoretische und eine praktische Prüfung ab.

Die Theorie können Sie bei uns online machen und jeden Tag beginnen. Die Praxis üben Sie unter Anleitung an einem echten Kran. Dazu gehört die Kontrolle vor dem Einsatz, das sichere Bewegen von Lasten und das Verhalten im Notfall.

Die Köln-Bonner Akademie bietet die Grundschulung für Brückenkrane, Portalkrane, Schwenkkrane und Ladekrane an.

Wie lange die Kranschein-Ausbildung dauert

Die Dauer der Kranschein-Ausbildung hängt vor allem von der Kranart ab. Bei der Köln-Bonner Akademie dauert die Grundschulung eineinhalb bis drei Tage. Auch Ihre Vorkenntnisse spielen eine Rolle.

Für Turmdrehkrane, also Baukrane, und für Mobilkrane ist die Ausbildung in der Regel deutlich länger. Dort kommen zusätzliche Inhalte und mehr Übung am Kran dazu.

Die Theorie können Sie vorab online lernen. So verbringen Sie die Zeit vor Ort vor allem mit Übung am Kran.

In sechs Schritten zum Kranschein

Klären Sie möglichst vor der Buchung, welche Kranart Sie bedienen sollen. Davon hängen die Dauer der Schulung und die Kosten für Ihren Kranschein ab.

Kranart mit dem Arbeitgeber klären.

Theorie online lernen und Praxis am Kran üben.

Theoretische und praktische Prüfung bestehen.

Einweisung und Beauftragung im Betrieb einholen.

Jährliche Unterweisung berücksichtigen.

Kosten für den Kranschein im Überblick

Taschenrechner, Notizbuch und Schutzhelm neben einem Laptop mit Kranmotiv zur Planung der Kranschein-Ausbildung.

Die Kosten für den Kranschein oder Kranführerschein hängen vor allem von der Kranart und der Dauer der Schulung ab. Eine lange Ausbildung für Turmdrehkrane oder Mobilkrane kostet deshalb mehr als eine kurze Grundschulung.

Im Preis sollten Theorie, Praxis am Kran und die Prüfung enthalten sein. Achten Sie beim Vergleich darauf, ob Sie wirklich an einem Kran üben und ob Sie danach einen Kranschein erhalten.

Neben dem Kurspreis gibt es weitere Kosten für den Kranschein, zum Beispiel für die ärztliche Bescheinigung und die Fahrt. Für den Betrieb zählt auch die Arbeitszeit, die während der Schulung ausfällt. Arbeitgeber sollten außerdem die jährliche Unterweisung als laufende Kosten einplanen.

Die aktuellen Preise und enthaltenen Leistungen finden Sie bei der Kran-Grundschulung. Für Unternehmen und Gruppen bieten wir Pakete an. Der Preis richtet sich nach Art und Umfang der Schulung.

Wenn Sie selbst zahlen, kann eine Förderung infrage kommen. In Nordrhein-Westfalen gibt es dafür den Bildungsscheck 2.0. Wenn Sie arbeitslos sind, können Sie einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter beantragen. Ob Ihr Kurs gefördert werden kann, prüfen wir vor der Buchung mit Ihnen.

Warum ein Kranschein ohne Praxis nicht reicht

Im Internet finden Sie Angebote, die einen Kranschein komplett online versprechen. Die DGUV Vorschrift 52 verlangt aber mehr als Theorie. Zur Ausbildung gehört auch genug Übung am Kran.

Der DGUV Grundsatz 309-003 beschreibt, wie Kranführer ausgebildet werden. Dazu gehören eine theoretische und eine praktische Prüfung. Ein Nachweis ganz ohne Praxis zeigt nicht, dass Sie den Kran sicher bedienen können. Wählen Sie deshalb eine Schulung mit Übung und Prüfung am Kran.

Bei der Köln-Bonner Akademie lernen Sie die Theorie online. Die Praxis üben Sie an einem echten Kran. Am Ende legen Sie die praktische Prüfung ab.

Was im Kranschein steht und wie lange er gilt

Im Kranschein stehen Ihr Name, Ihr Geburtsdatum und die Kranarten, für die Sie die Prüfung bestanden haben. Dazu kommen das Datum und die Unterschrift der Person, die Sie ausgebildet hat. Wenn später eine weitere Kranart dazukommt, wird sie nach einer zusätzlichen Prüfung eingetragen.

Ein Ablaufdatum hat der Kranschein nicht. Trotzdem gehört jedes Jahr eine Unterweisung dazu.

Was Sie zur jährlichen Unterweisung wissen sollten

Die Unterweisung ist eine kurze Schulung, die Ihr Wissen auffrischt. Ihr Arbeitgeber muss Sie mindestens einmal im Jahr unterweisen und das schriftlich festhalten.

Die Unterweisung findet während der Arbeitszeit statt. Die Kosten trägt Ihr Arbeitgeber. Er darf sie nicht von Ihnen verlangen.

Bei uns dauert die Kran-Unterweisung nur wenige Stunden. Sie wiederholt die wichtigsten Inhalte der Grundschulung und erklärt neue Vorschriften. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Grundschulung.

Planen Sie die erste Unterweisung am besten schon bei der Grundschulung mit ein. Für Unternehmen erstellen wir auf Wunsch einen Schulungsplan mit beiden Terminen.

Häufige Fragen zum Kranschein

Welche Kranarten deckt der Schein ab?

Nur die Kranarten, für die Sie geschult und geprüft wurden. Sie stehen in Ihrem Kranschein. Für eine weitere Kranart brauchen Sie in der Regel eine zusätzliche Schulung mit Prüfung.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Bei der Köln-Bonner Akademie dauert die Grundschulung je nach Kranart eineinhalb bis drei Tage. Für Turmdrehkrane und Mobilkrane ist die Ausbildung in der Regel deutlich länger.

Ist die jährliche Unterweisung Pflicht?

Ja. Ihr Arbeitgeber muss Sie mindestens einmal im Jahr unterweisen und das schriftlich festhalten. Grundlage ist § 4 der DGUV Vorschrift 1.

Zahlt der Arbeitgeber den Kranschein?

Meist ja. Wenn Ihr Arbeitgeber Sie als Kranführer einsetzen will, muss er für Ihre Ausbildung sorgen. Dann trägt er in der Regel auch die Kosten für den Kranschein. Die Kosten der jährlichen Unterweisung darf er nach § 3 Absatz 3 Arbeitsschutzgesetz nicht von Ihnen verlangen.

Jetzt Kranführerschein in Hürth bei Köln machen

Machen Sie Ihren Kranführerschein bei der Köln-Bonner Akademie auf dem euronova CAMPUS, An der Hasenkaule 10, 50354 Hürth. Die Theorie können Sie jeden Tag online beginnen.

Aktuelle Termine, Kosten und Anmeldung für Ihren Kranschein finden Sie in unserem Terminkalender. Für Unternehmen bieten wir auch Schulungen im eigenen Betrieb und die jährliche Unterweisung an.

Kran-Grundschulung ansehen und buchen

Sie sind unsicher, welche Kranart Sie brauchen? Rufen Sie uns unter 02233 4600 700 an oder schreiben Sie an mail@koeln-bonner-akademie.de.

Quellen und fachliche Grundlagen

Stand der Prüfung: 20. Oktober 2026. Die folgenden Quellen belegen die Voraussetzungen, die Ausbildung, die Unterweisung und die veröffentlichten Kursangaben.

DGUV Vorschrift 52 – § 29 Kranführer

Mindestalter, Eignung, Ausbildung mit Fahrpraxis, nachgewiesene Befähigung und schriftliche Beauftragung bei Kranen, die ihren Standort wechseln.

DGUV Grundsatz 309-003 – Befähigungsnachweis für Kranführer

Theoretische und praktische Prüfung, Eintrag der Kranarten, Einweisung am jeweiligen Kran.

DGUV Vorschrift 1 – § 4 Unterweisung

Unterweisung mindestens einmal jährlich, mit Dokumentation.

Arbeitsschutzgesetz – § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers

Absatz 3: Kosten für Maßnahmen des Arbeitsschutzes darf der Arbeitgeber nicht den Beschäftigten auferlegen.

Arbeitsschutzgesetz – § 12 Unterweisung

Unterweisung während der Arbeitszeit, bei Bedarf regelmäßig wiederholt.

KomNet NRW – Kranschein für Lkw-Ladekrane

Ladekrane als Krane nach DGUV Vorschrift 52, schriftliche Beauftragung, Nachweis nach DGUV Grundsatz 309-003.

BG BAU – Baustein Lkw-Ladekrane

Tragfähiger Untergrund, sichere Abstützung und Abstand zu Stromleitungen.

MAGS NRW – Bildungsscheck 2.0

Förderung für Selbstzahler in Nordrhein-Westfalen und nicht förderfähige Kurse.

Bundesagentur für Arbeit – Bildungsgutschein

Förderung bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit.

Köln-Bonner Akademie – Kranführerschein Grundschulung

Köln-Bonner Akademie – Kranführerschein jährliche Unterweisung

Köln-Bonner Akademie – Für Unternehmen